Schleimhautpflege – der natürliche Schutz vor Bakterien und Viren

Die Barrierefunktion der Schleimhaut verhindert das unkontrollierte Eindringen von Antigenen und Krankheitserregern wie Viren und Bakterien.

 

Unser bekanntlich größtes Organ, die Haut, bietet aber nicht nur einen mechanischen Schutz, sondern verteidigt den Körper außerdem durch Sekrete, welche körpereigene Abwehrsubstanzen enthalten.

 

Dazu gehören unter anderem Immunoglobulin A, Lysozyme und Defensine.

 

Augenblicklich wird sogar an einem Impfstoff geforscht, der über die Haut in den Körper gelangen und so für Immunität gegenüber dem Erreger von Sars-CoV-2 schützen soll.

 

Die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts in Potsdam verfolgen diese Strategie, aufgrund der Tatsache, dass die Haut und Schleimhaut äußerst effektive Resorptionsareale für Medikamente, die das körpereigene Abwehrsystem beeinflussen, darstellen.

 

 

Bekanntlich kommen aber nicht nur Medikamente im Kampf gegen Krankheiten und Immundefizite zum Einsatz, sondern auch pflanzliche Vitalstoffe können bei der kausalen und symptomatischen Therapie lindernd und unterstützend wirken.

 

Hierbei sollte vor allem auf die Qualität und weniger auf die Quantität der Nährstoffe geachtet werden.

 

Hochwertige Nährstoffe aus natürlicher Quelle enthalten Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, die der Körper optimal aufnehmen und verwerten kann.

 

Unser Organismus besteht aus einem komplexen System von Enzymen, die abhängig von vielen unterschiedlichen Vitalstoffen funktioniert.

Lücken im System haben rasch merkbare Auswirkungen auf Gesundheit, Vitalität und Abwehrlage.

 

 

1. ZINK

Ein besonders wichtiges Spurenelement ist Zink. Es ist an etwa 200 Enzymreaktionen im Körper beteiligt und ein Antioxidans, ohne das unser Stoffwechsel nicht funktionieren würde.

 

2. SELEN

Selen spielt ebenfalls eine tragende Rolle bei unzähligen Prozessen im Körper. Ein ausgeglichener Selenhaushalt ist, zum Beispiel, für ein reibungslos funktionierendes Abwehrsystem unerlässlich, denn kommt es zu einem Selenmangel, ist die Antikörperbildung reduziert und somit die Infektanfälligkeit merklich erhöht.

 

Vor allem die Infektionskraft bei Influenza- und Coxsackie-Vireninfektion ist stark selenabhängig. Da es sich beim neuartigen Coronavirus, der uns seit einem Jahr in Bann hält, ebenfalls um einen RNA-Virus handelt, ist es nicht verwunderlich, dass Experten gerade in der jetzigen Zeit zu einer Selensupplementierung raten.

 

3. ZITRONENMELISSE

Die Zitronenmelisse, Melissa officinalis, ist vor allem für ihre beruhigenden und krampflösenden Wirkung bekannt. Lokal angewandt zeigt sie jedoch auch gute entzündungshemmende Wirkung.

 

4. Japanisches geißblatt

Eine in unseren Breitengraden eher noch unbekannte Pflanze, das Japanische Geißblatt, wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon seit mehreren Jahrtausenden gegen Atemwegsinfekte, Fieber, Entzündung und Kopfschmerzen eingesetzt. Aus der Lonicera japonica, wie die Heilpflanze außerdem genannt wird, wurden bis dato mehr als 140 wirksame Pflanzenstoffe isoliert.

 

Besonders hervorzuheben sind dabei die Wirkstoffklassen der Saponine, Flavonoide und Tannine. Studien der letzten Jahre konnten die fiebersenkende, entzündungshemmende, antivirale, sowie antibakterielle Wirkung des japanischen Geißblatts bestätigen. Wissenschaftler bewiesen außerdem ein gutes leberschützendes und antioxidatives Potential.

 

5. einjähriger beifuß

Der Einjährige Beifuß, Artimisia annua, ist eine gut erforschte Pflanze, die seit geraumer Zeit medizinische Anwendung findet. Sie ist vor allem bekannt durch ihre Wirkung gegen Malaria, etliche Studien haben jedoch auch krebshemmende, antivirale, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften gezeigt.

 

Seit April letzten Jahres erforschen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts ein mögliches Einsatzgebiet des Einjährigen Beifußes gegen das neuartige Coronavirus. Hintergrund ist dabei die 2005 gezeigte Wirksamkeit der in der Pflanze enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe gegen den Betacoronavirus SARS-CoV. Dieser löst, ähnlich dem SARS-CoV-2 Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen aus.

 

 Ein Tipp für die nasskalte Jahreszeit

 

  • Befeuchtende und pflegende Sprays wirken einerseits lokal angewandt beruhigend bei Hautirritationen, trockenen Schleimhäuten, aber auch bei Fieberblasen.

 

  • Außerdem stärken sie die Barrierefunktion der Haut und schützen uns so gegen das Eindringen von lästigen Krankheitserregern wie Viren und Bakterien.

 

  • Besonders bemerkenswert ist jedoch die systemische Wirkung derartiger Darreichungsformen, die sich durch die rasche und effiziente sublinguale Aufnahme der hochwertigen Nährstoffe ergibt.

 

  • Sie wirken stark im Kampf gegen erste Schwächesymptome, korrigieren entgleiste Abwehrlage und wirken als Energiebooster in der kalten Pandemiezeit.

 

 

 

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