CORONA – Machen Nährstoffe einen Unterschied im Verlauf aus?

Seit nun fast zwei Jahren hat uns dieses Virus fest in der Hand und wir sind der Worte „Lockdown, Impfung, Impfgegner, Überlastung der Intensivstationen…“ schon lange überdrüssig.

 

Ist es ein Faktum, dass wir dem Ganzen machtlos gegenüber stehen oder können wir der Spielverderber für das Virus sein?

 

Ist das wirklich so, dass jeder Einzelne keine Möglichkeit hat, außer einer Impfung, den Verlauf dieser Krankheit nicht auch über Mikronährstoffe zu beeinflussen?

 

Wir haben lange überlegt, ob wir uns diesem Thema in unserem Blog widmen wollen oder nicht.

 

Dennoch sind wir davon überzeugt, dass durch Einsatz von langfristigen Maßnahmen, die zu einer insgesamt gesünderen und stärkeren Bevölkerung führen können, etwas dazu beigetragen werden kann.

Vielleicht können wir helfen, die eine oder andere offene Frage unserer Leser zu beantworten.

 

Bevor wir darauf genauer eingehen, müssen wir zuerst einmal verstehen, was bei eine Corona-Virusinfektion überhaupt passiert.

 

Corona-Virusinfektion

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  1. Das Virus trifft auf unsere Mund- und Nasenschleimhaut und gelangt durch diese „Eintrittstüren“ in unseren Körper.
  2. Dort wird es als fremd erkannt und es kommt zuerst zu einer unspezifischen Immunreaktion. Hierbei wird das Virus von Fresszellen und natürlichen Killerzellen attackiert.
  3. Zusätzlich befinden sich im Blut noch verschiedene Enzyme, welche eindringende Krankheitserreger abtöten. Erst in weiterer Folge kommt es zu Antigen-Antikörper Reaktion. Hierbei werden von den B-Lymphozyten Antikörper produziert, welche nach einem „Schlüssel und Schloss“ Prinzip, genau auf den jeweiligen Virus abgestimmt sind.
  4. Antigen (Virus) und Antikörper verbinden sich, verklumpen miteinander und werden von Fresszellen vernichtet. Allerdings ist die Vernichtung des Virus immer mit Entzündungsreaktionen gekoppelt. Hier spielt vor allem die Freisetzung von Cytokinen  (Entzündungssignalen) eine Rolle.
  5. Kommt es nun zu einer übermäßigen Produktion von diesen Cytokinen, dem sogenannten Cytokin-Sturm, führt dies in weiterer Folge zu einem Versagen des Atmungstraktes bis hin zu einem Multi-Organversagen.



 

Wie kann ich nun meine Immunantwort verbessern?

Studien beweisen, dass eine Reihe an Mikronährstoffen diese beeinflussen können:

 

 

VITAMIN D – Das Sonnenvitamin

Vitamin D stärkt einerseits das zelluläre Immunsystem (Fresszellen, Killerzellen) durch Bildung von anti-mikrobiellen Peptiden, vor allem Defensinen.  Andererseits profitiert die spezifische Abwehr, durch die unter Vitamin D-Einfluss stattfindende Differenzierung der Immunzellen. Zusätzlich kann Vitamin D eine übermäßige Produktion von Cytokinen (Entzündungs-Botenstoffe) verhindern.

  • Bei den meisten hospitalisierten COVID Patienten wurde ein Vitamin D Mangel festgestellt.
  • Der Tagesbedarf an Vitamin D3 liegt bei 20 µg. Es ist notwendig, zumindest den Tagesbedarf tagtäglich zu sich zu nehmen, aber Vorsicht, eine Überdosierung an Vitamin D kann Schäden nach sich ziehen! Wenn sie unsicher sind, kann der Arzt über eine Blutanalyse Ihren Vitamin D Status überprüfen.

 

VITAMIN C – Der allrounder

Vitamin C ist als starkes Antioxidans bekannt. Bei einer Infektion kommt es zu einer vermehrten Produktion freier Radikale, die durch Antioxidantien abgefangen werden müssen, da es sonst zu übermäßigen Entzündungsreaktionen kommt.  Zusätzlich hemmt Vitamin C auch die Produktion der oben mehrfach erwähnten Cytokine.

  • Eine Studie zeigt auch, dass Patienten, die an Akutem Lungenversagen litten, durch hochdosierte Vitamin C Infusion bereits nach 5 Tagen keine Beatmung mehr benötigten!

 

ZINK – Das Multitalent

Zink spielt sowohl bei der unspezifischen, als auch bei der spezifischen Abwehr eine Rolle.

Zink wird bei der Bildung von verschiedenen Lymphozyten benötigt.  Zusätzlich verursacht ein Zinkmangel auch eine vermehrte Produktion von Cytokinen.

Aber auch die Haut- und Schleimhautbarriere ist in ihrer Struktur abhängig von dem Vorhandensein von ausreichend Zink. Zusätzlich existiert ein Zink-abhängiges Zinkfinger Antiviral Protein, welches direkte antivirale Aktivität aufweist.

  • Studien belegten, dass durch Zink-Einnahme die Schwere von Atemtrakt-Symptomen gelindert werden kann.
  • Interessant ist auch die Tatsache, dass Zink, direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen, wesentlich schneller und besser im Körper ankommt als wenn es über den Magen-Darmtrakt in Kapselform aufgenommen wird.

 

SELEN – Der Radikalfänger

Selen zählt, wie Vitamin C zu den Antioxidantien und ist daher gerade bei einem bestehenden Infekt vermehrt notwendig.

Aber auch das Immunsystem benötigt Selen für die Bildung der Lymphozyten.

  • Auch bei Selen zeigen Studien, dass die Aufnahme direkt über die Mundschleimhaut ein besseres Ergebnis erzielt als die Aufnahme über den Magen-Darmtrakt in Kapselform.

 

OMEGA 3 Fettsäuren – dIE zellbausteinE

Omega 3 Fettsäuren sind schon lange für ihre immunmodulatorische (Verbesserung der Immunantwort) und anti-entzündliche Wirkung bekannt.

Im Fall einer COVID-Infektion ist aber auch von Bedeutung, dass die Elastizität der Zellwände, besonders in den Lungen-Alveolen von der Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren abhängig ist.

  • Je starrer die Alveolen-Wand, desto schlechter ist die Belüftung der Lunge.

 

Magnesium – Das Power-Mineral

Magnesiummangel bewirkt eine verringerte Aktivität der Immun-Zellen und steigert zusätzlich das Entzündungsgeschehen. Zusätzlich spielt Magnesium eine Rolle im Stoffwechsel von Vitamin D.

  • Nachdem die Rolle von Vitamin D im Rahmen von COVID bereits ausreichend erforscht ist, ist die Einnahme von Magnesium gemeinsam mit Vitamin D auf alle Fälle sinnvoll!

 

Zusammengefasst:

Egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft – eines gilt für alle:

Man sollte auf hochwertige Nährstoffe setzen und sich an die empfohlenen Dosierrichtlinien unbedingt halten. Ansonsten kann es bei einer Überdosierung zu gesundheitlichen Schäden kommen.

 

 

Einfache Tipps wie Sie neben der richtigen Wahl an ausgewählten Nährstoffen, noch Ihr Immunsystem unterstützen und boosten können:

  • Viel Bewegung und spazieren gehen im Freien.
  • Lassen Sie Sonne an Ihre Haut. Wichtig: Nicht zu viel, notfalls am Balkon oder am offenen Fenster.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und nehmen Sie wieder Gemüse und Obst in Ihrem Speiseplan auf.
  • Viel trinken und mehrmals Stoßlüften nicht vergessen. Trockene Schleimhäute sind die Eintrittspforte für Viren!
  • Gesunder, erholsamer und ausreichender Schlaf ist sehr wichtig. Sollten Sie Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen haben: Mittlerweile gibt es gute Unterstützung in Form von Schlafsprays im Handel, welche Melatonin und Passionsblume enthalten.
  • Lachen Sie viel! Ja richtig, auch durch Lachen stärkst du dein Immunsystem.