Was ist der JoJo-Effekt eigentlich genau und wie kann ich ihn vermeiden?

Das Wort „JoJo-Effekt“ beschreibt das Phänomen der übermäßigen Gewichtszunahme nach einer unphysiologisch geführten Fastenkur. Man sollte bedenken, dass eine Gewichtsabnahme von mehr als 1-2kg pro Monat unnatürlich und damit schwer haltbar ist. Bei sogenannten „Crash-Diäten“, im Zuge derer man nur um die 500 Kalorien pro Tag zu sich nimmt, kommt es zwar zu beeindruckenden kurzfristigen Abnehmerfolgen, die jedoch aus zwei Gründen die nachhaltige Wirkung derselben behindern.

 

Erstens greift der Organismus bei ungenügender Energiezufuhr über einen längeren Zeitraum auf die körpereigenen Proteine als „Rohstoff“ für die endogene Zuckerherstellung zurück (Gluconeogenese) und baut damit wichtige Muskulatur – den Ort der Fettverbrennung – ab. Das bedeutet also, dass zwar kurzfristig Gewicht verloren geht (als Fett, aber v.a. als Muskeln), langfristig aber die Fettverbrennung ein wichtiges physiologisches Korrelat verliert.

 

Der zweite Grund für die fehlende Nachhaltigkeit einer Crash-Diät ist der Eingriff ins Hormonsystem. Niedrige Kalorienzufuhr bewirkt á la long die Bildung von Ketonkörpern als Ersatzbrennstoffe, die ihrerseits eine Art künstliche Insulinresistenz hervorrufen. Gleichzeitig wird die Bildung der Schilddrüsenhormone bedarfsadaptiert downreguliert und somit der Grundumsatz (Kalorienverbrauch in Ruhe) vermindert.

 

Nehmen Sie nun wieder Ihre gewohnte Kalorienmenge zu sich, dann kann Ihr Körper diese noch schlechter verstoffwechseln, als vor Ihrer Crash-Diät. Die Folge? Sie nehmen zu. Und zwar schneller und vor allem mehr, als vor der Diät. Das nennt man JoJo-Effekt.

 

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